Ihr könnt uns immer noch kreuzweise #5

Am Montag, den 25. März 2019 wackeln mal wieder christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen durch München und werden vor der Beratungsstelle profamilia ihre übliche Show abziehen. Wir laden zur Gegenkundgebung, diesmal vor der Georgenstr. 28. Für Pro Choice, gegen Fundis!

Kommt vorbei, schaut euch unseren Infotisch an, trinkt Tee mit uns und lasst uns ein bisschen quatschen. Und wenn die Fundis (= christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen) dann vorbeischauen, lasst uns dafür sorgen, dass Gott ihre Gebete nicht hören kann.

Wir treffen uns um 11 Uhr vor der Georgenstr. 28.

Nebenwidersprüche Ausgabe 02

Endlich ist es soweit: Wir präsentieren die zweite Ausgabe des anarchafeministischen Fanzines Nebenwidersprüche.

Darin haben wir uns mit dem Thema Toxische Männlichkeit auseinandergesetzt. In insgesamt 17 Beiträgen haben sich unterschiedliche Autor*innen mit diesem Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auseinandergesetzt. Außerdem gibt es wie das letzte Mal auch ein Kreuzworträtsel und ein Glossar zum Thema, sowie Illustrationen zu einigen der Artikel.

Ihr könnt die digitale Ausgabe des Fanzines ab sofort hier als PDF oder ePUB-Datei (folgt in wenigen Tagen) herunterladen.

Informationen dazu, wo ihr die gedruckte Ausgabe bekommen könnt, bekommt ihr auf der Nebenwiderwsprüche-Webseite.

Gegen das Symposium der „Demo für Alle“ am 23. Februar

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Das Symposium findet in der „Wappenhalle“, Konrad-Zuse-Platz 7, gegenüber von der Messe in Riem, statt!

Am 23. Februar 2019 plant die sogenannte „Demo für Alle“ ein „wissenschaftliches“ Symposium zum Thema „Elternrecht versus Staat: Wohin führen „Kinderrechte“ im Grundgesetz?“ in München. 

Mitorganisiert und unterstützt wird das Ganze unter anderem auch von der rechtskonservativen Zeitung „Die Tagespost“, der extrem rechten Zeitung „Junge Freiheit“ und der Online-Petitionsseite „CitizenGo“, die sich hauptsächlich als ein Sprachrohr von reaktionären christlichen Fundamentalist*innen begreift. 

Frühere Veranstaltungen unter dem Namen „Demo für Alle“ wurden von der AfD-Politikerin Beatrix von Storch und den „Christen in der AfD“ unterstützt. Auch bekannte queerfeindliche Publizistinnen wie Birgit Kelle oder Gabriele Kuby gehörten zu den Unterstützer*innen der „Demo für alle“. Auch die extrem rechte „Identitäre Bewegung“ und Vetreter*innen ähnlich gesinnter Organisationen – etwa der NPD – nahmen an den Demonstrationen der „Demo für Alle“ teil. 

Dass die „Demo für Alle“ mit ihren Bündnispartner*innen so groß􏱀en Anklang im rechten Spektrum findet und bis in die vordersten Reihen mit extrem rechten Akteur*innen besetzt ist, ist sicher kein Zufall. Für extrem rechte Ideologie spielte die „Ehe“ im Sinne der Veranstalter*innen schon immer eine groß􏱀e Rolle. Im Nationalsozialismus etwa wurde die „Ehe als Keimzelle der Volksgemeinschaft“ verherrlicht. Auf einer Website der Symposiumsrednerin Elke Möller-Nehring heißt es: „Die Familie ist die natürliche Zelle des gesellschaftlichen Lebens und die Voraussetzung für den Bestand des [..] Rechtsstaates.“

Auch die politische Ausrichtung des Symposiums steht im Vorhinein schon fest. In einem Flyer zum Thema „Kinderrechte“ werden diese konsequent abgelehnt, da sie vermeintlich eine Gefahr für die „traditionelle“ heteronormative Familie darstellen. Weshalb sie trotzdem in einem anderen Flyer der „Demo für Alle“ von einem „Recht des Kindes von Mutter und Vater erzogen zu werden“ träumen und sie dabei fordern, dass dieses „Recht“ „auch im Fall einer Adoption geachtet werden“ müsse, bleibt fraglich. Dies lässt vermuten, dass sie an sich nichts gegen Kinderrechte einzuwenden hätten, insofern sie ihrem Weltbild entsprächen. Dass das hier aber nicht der Fall ist, zeigt deren Besorgnis und Argwohn gegenüber den neuen Gesetzesentwürfen. Dies macht umso mehr klar, dass es ihnen nicht nur um das von ihnen gewählte Thema „Kinderrechte“ geht, sondern dieses auch instrumentalisiert wird um ihre anderen antifeministischen, homo- und transfeindlichen Positionen zu propagieren. Diese sind z.B. das Hochhalten der konservativen „Vater-Mutter-Kind“-Familienkonstellation als „natürliches Familienbild“. Eine Infragestellung dieses „natürlichen Familienbilds“ oder der „natürlichen Geschlechter“ (was auch immer das sein mag, vonseiten der „Demo für Alle“ jedenfalls gibt es dafür keine Erklärung) gilt für sie als „Indoktrination“. Doch damit nicht genug: Die „Demo für Alle“ wendet sich gemä􏱀ß ihres Selbstverständnisses gegen die „durchdringenden Umerziehungsversuche gut organisierter Lobbygruppen und Ideologen“. Dieses extrem rechte Narrativ hat Verschwörungsideologie-Charakter. Außerdem sind sie gegen Schwangerschaftsabbrüche und gegen eine Sexualaufklärung bei Kindern. All diese Positionen sind Ausdrücke einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Die Veranstalter*innen vereinen zahlreiche Akteur*innen des rechten Spektrums und fungieren dabei als ein Sammelbecken rechter, antifeministischer Organisationen. Dies wollen wir nicht tolerieren und rufen deshalb auf am 23. Februar ab 9 Uhr 30 in München dem Symposium in der „Wappenhalle“, Konrad-Zuse-Platz 7 mit vielfältigen kreativen Aktionen entgegenzutreten.
Einlass zum Symposium: 10 Uhr, Beginn: 11 Uhr

Gegen die Verbreitung von heteronormativer, antifeministischer, trans- und homofeindlicher Hetze!

Nebenwidersprüche Vol. 02 Release Fest

Am 09. März stellen wir die neueste Ausgabe des von uns mit herausgegebenen anarchafeministischen Fanzines Nebenwidersprüche vor. Dazu gibt es ein umfangreiches Programm. Los geht es um 16 Uhr in der Ligsalzstraße 8.

Das anarchafeministische Fanzine „Nebenwidersprüche“ lädt zum Fest!

Das Erscheinen unserer neuen Ausgabe zum Thema „Toxische Männlichkeit“ wollen wir gediegen feiern, mit Cocktailempfang, feministischem Bingo und Ausstellung! Außer der neuen Ausgabe, die wir wie immer gegen Spende in ausreichender Menge da haben werden, wird es Sticker und natürlich auch das alte Heft geben, sowie Musik und KüfA. Um 19 Uhr dann werden wir aus dem neuen Heft lesen. Anschließend wollen wir den Abend in gemütlicher Atmosphäre ausklingen lassen.

Was ist Toxische Männlichkeit eigentlich?

Toxische Männlichkeit bedeutet nicht, dass männlichkeit an sich toxisch, also giftig, ist. Bei Toxischer Männlichkeit gilt es, ausschließlich diejenigen Aspekte einer idealisierten männlichkeit zu betrachten, die tatsächlich schädlich für Mitmenschen, aber auch für eine*n selbst sind. Dazu zählen z. B. die Unterdrückung insbesondere von negativen Gefühlen, die Verurteilung von Schwäche oder die Verachtung von Weiblichkeit. Solche toxischen Elemente zu destillieren und daran zu arbeiten, sie zu überwinden, ist Ziel der Arbeit mit dem Konzept der Toxischen Männlichkeit.

Weitere Informationen

EILMELDUNG: KVR versucht Pro-Choice-Kundgebung zu verbieten

Das KVR erwägt derzeit unsere Kundgebung am morgigen 25.01. durch einen Auflagenbescheid vor die Georgenstraße 28 zu verlegen und damit Platz für die Fundis zu schaffen, die dann wieder einmal direkt vor der Beratungsstelle von pro familia in der Türkenstraße 103 stehen dürften.

Uns ist egal, ob das KVR versucht, unsere Versammlung zu verbieten, wir werden unseren Protest gegen die Fundis auf jeden Fall selbstbestimmt gestalten. Kommt deshalb ab 10:30 Uhr in die Türkenstraße 103 und wir entscheiden gemeinsam, wie wir mit dieser Situation am besten umgehen.

Ihr könnt uns immer noch kreuzweise #3

Am Freitag, den 25. Januar 2019 wackeln mal wieder christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen durch München. Bisher zogen sie immer vor die Beratungsstelle profamilia (Türkenstr. 103), um diese zu terrorisieren. Dieses Mal jedoch stehen wir ab 11 Uhr dort, um unsere Positionen auf die Straße zu bringen. Wir wollen einen sicheren und einfachen Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen und wir wollen eine Gesellschaft, in der es möglichst keine ungewollten Schwangerschaften mehr gibt. Mit unserer Kundgebung möchten wir Mut machen und endlich mit dem Tabu brechen, dass über Schwangerschaftsabbrüche nicht gesprochen wird. Außerdem positionieren wir uns gegen christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen, die vor Beratungsstellen und Abtreibungskliniken ungewollt Schwangere belästigen und terrorisieren.

Kommt vorbei, schaut euch unseren Infotisch an, trinkt Tee mit uns und lasst uns ein bisschen quatschen. Und wenn die Fundis (= christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen) dann vorbeischauen, lasst uns dafür sorgen, dass Gott ihre Gebete nicht hören kann.

Wir treffen uns um 11 Uhr vor der Türkenstr. 103.

Wer Lust hat die Fundis auf ihrem Gebetsmarsch durch München zu begleiten, kann auch um 10 Uhr zur St. Pauls-Kirche (St. Paulsplatz, Haltestelle Theresienwiese) kommen.

Infos in Kürze

Freitag, 25. Januar 2019

10:00 Uhr
Start des Gebetsmarschs christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner*innen an der St. Pauls-Kirche

Ab 11:00 Uhr
Pro-Choice-Kundgebung mit Infotisch vor der Türkenstr. 103


Ihr könnt uns immer noch kreuzweise Teil 2

Am morgigen Sonntag, den 23. Dezember wollen die fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen um Wolfgang Hering ein letztes Mal im Jahr 2018 durch die Innenstadt ziehen. Entgegen ihrer üblichen Gewohnheiten starten sie dieses Mal um 11:30 Uhr an der Frauenkirche.

Wir werden die fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen auch dieses Mal mit einer Kundgebung vor pro familia erwarten. Dazu treffen wir uns um 12:00 Uhr in der Georgenstraße auf Höhe der Hausnummer 28.

Aufruf gegen die monatlichen Vigilien fundamentalistischer Abtreibungsgegner*innen: Ihr könnt uns immer noch kreuzweise!

Wir teilen den Aufruf von Pro Choice München:

Mit so genannten Gebetsvigilien oder Mahnwachen setzen radikale Abtreibungsgegner*innen in ganz Deutschland Ärzt*innen und ungewollt Schwangere unter Druck. In München werden diese Märsche vom Verein Euro Pro Life bzw. „Helfer für Gottes kostbare Kinder“ organisiert. Jeden Monat wackelt die Gruppe mit ihren Schildern durch München, zieht vor pro familia und betet dort. Singend und betend gegen Schwangerschaftsabbrüche… zum Kotzen.

Der Stadt sind nach eigenen Angaben die Hände gebunden, dabei wäre eine Bannmeile rund um Kliniken und Beratungsstellen ein erster wichtiger Schritt zum Schutz der Betroffenen. Doch es scheint, als ob die Parteien dem Psychoterror keine Ende bereiten wollen.

Erwartbar, aber natürlich nicht akzeptabel.

Darum halten wir ab dem 24. November 2018 jeden Monat eine Kundgebung vor der Beratungsstelle von pro familia (Türkenstraße 103) ab. Dort wo sonst selbst ernannte „Lebensschützer*innen“ ihre Hetze verbreiten, werden nun wir unsere Positionen auf die Straße bringen. Mit unseren Kundgebungen möchten wir Mut machen und endlich mit dem Tabu brechen, dass über Schwangerschaftsabbrüche nicht gesprochen wird. Und wir hoffen damit zu verhindern, dass christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen ungewollt Schwangere weiter terrorisieren und die wichtige Arbeit der Beratungsstellen behindern.

Unsere Forderungen sind noch immer:

  • Sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung
  • Die Abschaffung der Paragraphen 218 und 219a StGB
  • Volle Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen durch Krankenkassen
  • Mehr Kliniken und Praxen in denen ein Abbruch vorgenommen werden kann
  • Schwangerschaftsabbruch als verpflichtender Teil der medizinischen Ausbildung
  • Abschaffung der Gewissensfrage, die Ärzt*innen die Möglichkeit gibt, Abbrüche ohne Angabe von Gründen zu verweigern
  • Kostenloser Zugang zu Verhütungsmitteln
  • Ein Umdenken in der Gesellschaft: Es darf keine Rolle spielen, ob Kinder mit oder ohne Behinderung auf die Welt kommen. Wir sind gegen eine normative Selektion durch pränatale Diagnostik.
  • Die Gleichstellung aller Lebensweisen

Kommt vorbei, zeigt Euch solidarisch und lasst uns gemeinsam emanzipatorische Strategien entwickeln, an der Abschaffung von § 218 und § 219a arbeiten oder einfach nur gemeinsam Tee trinken und quatschen.

Eine Nachricht an die Fundis: ihr könnt uns noch immer kreuzweise. Verpisst euch! Mfg die bösen Linken. 😛

Wir starten am 24. November um 10:30 Uhr mit unserer ersten Kundgebung in der Nähe der pro familia Beratungsstelle in der Türkenstraße 103. Den genauen Veranstaltungsort, sowie Informationen zur Route der Fundis werden kurzfristig auf der Seite prochoicemuc.noblogs.org bekannt gegeben.

Kundgebung gegen die Kriminalisierung antifaschistischen und antirassistischen Protests in Gap (Frankreich)

Insgesamt 7 Aktivist*innen aus Frankreich, der Schweiz und Italien stehen am Donnerstag, 08. November in Gap vor Gericht. Ihnen wird „Bandenmäßige Beihilfe zur Immigration von Ausländern mit irregulärem Status auf französischen Boden“ vorgeworfen, nachdem sie am 22. April dieses Jahres an einem Solidaritätsmarsch gegen eine Grenzblockade der Génération Identitaire teilgenommen hatten. Zuvor befanden sich drei der Aktivist*innen bereits mehr als 36 Tage in Haft.

Gegen diese Kriminalisierung antirassistischen und antifaschistischen Protests wollen wir ebenso protestieren wie gegen die unmenschliche Behandlung und den Rassismus, den Geflüchtete, denen eine Flucht nach Europa gelungen ist, hier erfahren. Wir demonstrieren gegen alle Grenzen, gegen die Abschottung Europas gegenüber Flüchtenden und die menschenverachtende Unterbindung der privaten Seenotrettung im Mittelmeer, die zum Tod so vieler Flüchtenden führt.

Wir erklären uns deshalb solidarisch mit allen Menschen, die sich trotz aller Widrigkeiten gegen Grenzen, gegen Rassismus und für die Rettung Ertrinkender einsetzen. Den in Gap angeklagten Aktivist*innen gilt unsere volle Solidarität.

Das wollen wir auch den Vertreter*innen des französischen Staates in München zeigen und rufen deshalb am 07. November um 19 Uhr zu einer Kundgebung in Solidarität mit den Angeklagten in Gap vor dem französischen Generalkonsulat in der Heimeranstraße 31 auf.

No Borders, No Nation!

Weitere Informationen zu dem anstehenden Prozess in Gap findet ihr im Aufruf des Unterstützungskomitees der 3+4 von Briançon:

Am Donnerstag, dem 8. November wird in Gap (Frankreich) der Prozess gegen 7 Aktivist*innen stattfinden, darunter 4 Französ*innen, 2 Schweizer*innen und eine Italienerin, welche riskieren, 10 Jahre ins Gefängnis zu kommen und Bussen von 750‘000 Euro zu zahlen. Es wird ihnen „Bandenmässige Beihilfe zur Immigration von Ausländern mit irregulärem Status auf französischen Boden“ beim Solidaritätsmarsch vom 22. April dieses Jahres vorgeworfen.

Diese Spontandemo war eine Reaktion auf die rassistischen und gefährlichen Provokationen der Splittergruppe Génération Identitaire, die seit dem Vortag den Col de l‘Echelle völlig ungestraft blockiert hatte.

Infolge dieses Marsches wurden 3 Aktivistinnen während 11 Tagen in Untersuchungshaft genommen und danach zu einer Strafhaft am Wohnsitz von mehr als 25 Tagen verurteilt. In Erwartung des Urteils des Conseil Constitutionnel (französisches Verfassungsgericht) über das Solidaritätsdelikt wurden sie endlich freigelassen. Dieses Urteil, das am 6. Juli gefällt wurde, hat an ihrer Lage nichts geändert. Sie sind noch immer strafbar. Der Conseil Constitutionnel hat beschlossen, dass sich die Solidarität auf punktuelle humanitäre Hilfe auf der französischen Seite der Grenze auf diejenigen beschränken soll, die es unter Einsatz ihres Lebens schaffen, die Grenze zu überqueren. Daher wären diejenigen, die zufällig helfen, ohne die Migrationspolitik in Frage zu stellen, nicht strafbar; und strafbar diejenigen, die sich aus Solidarität organisieren.


Infolge dieses Beschlusses wurden vier weitere Personen in Verwahrung genommen und werden für die gleichen Entscheidungsgründe ebenfalls belangt.

Der Prozess gegen alle 7 findet am 8. November dieses Jahres vor dem Gericht von Gap statt.


Diese Einberufung einer Gruppe folgt auf zahlreiche Pressionen und Einschüchterungsversuche, welche die solidarischen Personen nun schon während Monaten ertragen müssen.

Sie steht auch im Zusammenhang mit vermehrter Gewaltanwendung im Rahmen der Migrationspolitik seit mehreren Jahren. Diese Verschärfung trifft vor allem Personen im Exil; Sie sind die Hauptopfer (Gefangenschaft, Wegweisung, Diskriminierung aufgrund des Aussehens/der Hautfarbe, Diebstahl, gewalttätige Übergriffe, Drohungen mit Feuerwaffen, Einschüchterungen, …).


Gleichzeitig führt die Solidarität, welche die Gefährdung von Menschen ablehnt, zu einer Anklage wegen Menschenhandel, obwohl sie versucht, die tödlichen Gefahren im Gebirge zu bannen und die Einhaltung der Grundrechte und -freiheiten, die zunehmend Opfer von Sicherheits- und Identitätsansprüchen werden, durchzusetzen.


Die gegenwärtige verheerende und ungerechte Lage an der Grenze führt uns auch dazu, einen kritischen Blick auf die Mängel dieser kapitalistischen Gesellschaft zu werfen (Geschichte der Sklaverei und des Kolonialismus, Plünderung der Ressourcen, Klimawandel, Korruption, imperialistische Kriege, …), unter deren Konsequenzen tausende Flüchtlinge leiden müssen.


Zusätzlich zur Unterstützung der 7 einberufenen Personen wollen wir, dass sich die Solidarität, die während diesen Mobilisierungen gezeigt wird, eine Gelegenheit ist, unsere Solidarität mit den fortwährend kriminalisierten und entmenschlichten Menschen im Exil zu bekunden, die Gewalt und die gesellschaftlichen Mechanismen, von welchen sie die Opfer sind, anzuklagen, und Vorschläge für eine einladendere Welt für alle zu machen.


In diesem Hinblick rufen wir sowohl zu einer möglichst grossen Unterstützungskundgebung am 8. November vor dem Gericht in Gap als auch zu dezentralen Unterstützungsaktionen überall auf, im  Vorfeld und bis zum Tag des Prozesses!


Grenzen sind ein Mythos. Es liegt an uns, sie zu sprengen!


Grenzenloser Widerstand und Solidarität!


Die französischen, schweizerischen und italienischen Unterstützungskomitees der 3+4 von Briançon.

Kurzbericht über die Pro Choice Demonstration gegen den 1000-Kreuze-Marsch in München

Rund 200 Personen folgten am gestrigen Samstag (27. Okt.) trotz nasskaltem Wetter dem  Aufruf zu einer feministischen Pro Choice Demonstration gegen den 1000-Kreuze-Marsch. Ausgehend vom Max-Joseph-Platz zogen wir als laute Demonstration gemächlichen Schrittes die Maximilianstraße hinunter in Richtung Isar und bogen dort in die Widenmayerstraße ein. Als unsere Demonstration die Luitpoldbrücke passierte, auf der die fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen eigentlich ihre Zwischenkundgebung mitsamt der üblichen dramatischen Geste des Rosen-ins-Wasser-werfens abhalten wollten, entschied sich ein Großteil der Demonstrant*innen der vorgesehenen Route nicht weiter zu folgen und stattdessen die Brücke zu blockieren. Mit Erfolg: Die Zwischenkundgebung der Fundis fiel ins Wasser, aus dem üblichen Ritual des Rosen-ins-Wasser-werfens wurde eine bei weitem weniger dramatische Geste des Rosen-auf-den-Boden-werfens während ihrer Abschlusskundgebung.

Doch es gibt auch weniger gute Nachrichten: Insgesamt 27 geflüchtete Menschen, die sich auf dem Weg zu unserer Demonstration befanden, wurden abseits der Öffentlichkeit durch die Polizei daran gehindert, zu uns zu stoßen. Stattdessen wollten die eingesetzten Bullen die Personengruppe zu der gleichzeitig stattfindenden Demonstration in Gedenken an Andrea Wolf schicken. Wir verurteilen dieses rassistische Vorgehen der Bullen scharf und solidarisieren uns mit den Betroffenen dieser Schikane!

Trotz dieses Vorfalls werten wir unsere Demonstration und die daraus resultierende Blockade des Zwischenkundgebungsortes der Fundis als Erfolg. Uns ist es nicht nur gelungen, den reibungslosen Ablauf des 1000-Kreuze-Marschs zu stören und damit auch die Verbreitung der antifeministischen Hetze der Fundis zu reduzieren, sondern wir haben auch rund 200 Feminist*innen auf Münchens Straßen gebracht, die ihre Position lautstark sichtbar gemacht haben.

Darüber freuen wir uns sehr.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten an der Demonstration für ihre grandiose Arbeit ebenso wie ihr Erscheinen.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal!