Aufruf zum Brunch gegen Fundis vor Pro Familia

Wie jeden Monat um den 24. herum, laufen auch am kommenden Montag, den 25.09.2017, ab 10:00 Uhr fundamentalchristliche Abtreibungsgegner*innen von der Paulskirche am St. Pauls Platz 11 (Haltestelle Theresienwiese) singend und betend mit einem Marienbild auf den Schultern zu der Beratungsstelle Pro Familia in der Türkenstr. 103 (Haltestelle Universität), um dort eine Weile singend und betend davor zu verharren und letztendlich am Geschwister-Scholl-Platz, gegenüber von der LMU, ihren Marsch zu beenden. Sie nennen sich „Helfer für Gottes kostbare Kinder Deutschland e.V.“ und ihr Ziel ist es, Schwangerschaftsabbrüche, die sie als „Mord“ bezeichnen, durch diese sogenannten „Vigilien“ zu verhindern. Sie stellen sich vor Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, und vor Beratungsstellen, wie Pro Familia eine ist, und belästigen die Menschen, die die Angebote dieser Stellen nutzen wollen. Sie beten, sie singen, sie verteilen Plastikföten und setzen mit diesen und anderen Methoden die Personen, die über einen Schwangerschaftsabbruch nachdenken oder sich dafür entschieden haben, mit solch manipulativem Verhalten massiv unter Druck. Ein Schwangerschaftsabbruch ist nie eine leichte Entscheidung. Diese Entscheidung durch solch ein Verhalten zu erschweren und die Personen, die mit einer Schwangerschaft überfordert sind – häufig durch das verklärte, auch von christlichen Vorstellungen geprägte Bild, dass die schwangere Person auch die perfekte Person für das Aufziehen des Kindes ist, die Stigmatisierung von nicht bei der leiblichen Mutter* aufgewachsenen Kindern und den Fakt, dass im schlimmsten Fall die schwangere Person alleine für das Kind verantwortlich ist, unabhängig davon, welche Umstände zu einer Schwangerschaft geführt haben –, noch mehr zu kriminalisieren als es in Deutschland eh immer noch der Fall ist – § 218 StGB bewertet Schwangerschaftsabbruch immer noch als Straftat –, ist untragbar!

Nehmen wir den „Helfer*innen Gottes“ die Bühne für ihren „Auftritt“ vor Pro Familia! Lasst uns vor Pro Familia ab 10:30 Uhr brunchen. Kommt zahlreich, bringt Essen und Musik mit, damit, wenn die „Helfer*innen“ gegen Mittag kommen, sie weder sicht- noch hörbar sein können. Lassen wir die Personen, die Pro Familia zu einem Beratungsgespräch aufsuchen, nicht mit den Fundis alleine. Zeigen wir ihnen unsere Solidarität und dass es dabei bleibt: My body, my choice!

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