Nachbericht zum Protest gegen fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen

Insgesamt acht Personen waren unserem Aufruf zum Protest gegen die fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen um Wolfgang Hering vor ProFamilia gefolgt. Ein kleiner, aber in seiner Wirkung äußerst erfolgreicher Gegenprotest gegen die Fundamentalist*innen, die sich, nachdem sie ihre Zwischenkundgebung vor ProFamilia abgehalten hatten und mit unserem Protest konfrontiert worden waren, gegen ihre geplante Abschlusskundgebung vor der LMU entschieden und ihr Vigil vorzeitig beendeten.

Bereits bevor die Abtreibungsgegner*innen den Ort ihrer Zwischenkundgebung erreichten, erwartete uns eine rund ein Dutzend Bullen große Delegation der Polizei, die wohl extra zu unserer Bewachung vor ProFamilia abgestellt wurde. Aber das war längst nicht alles: Rund zwei weitere Dutzend Bereitschaftspolizist*innen waren offenbar zur Sicherung der Demoroute abgestellt, wie wir bei Ankunft der Fundamentalist*innen amüsiert feststellen konnten. Offenbar hatte unser Aufruf die Demo der Fundis zu stören gemeinsam mit dem Aufruf der Linksjugend [’solid] zu einer Kundgebung vor der LMU bei der Polizei einige Bedenken ausgelöst. So wurde unser Protest gegen die Demonstration der Abtreibungsgegner*innen dann auch von insgesamt 30 Bullen überwacht. Dieses alberne Kräfteungleichgewicht wurde von vielen Passant*innen belächelt oder gar mit Empörung aufgenommen. Immerhin, durch die enorme Polizeipräsenz wurde den Abtreibungsgegner*innen, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite beteten und sangen, kaum Beachtung geschenkt, sondern alle Blicke fokussierten sich auf die rund 30 Polizist*innen, denen es nur mehr schlecht als recht gelingen wollte, uns Gegendemonstrant*innen an dem uns zugewiesenen Kundgebungsort festzuhalten.

Nach rund 45 Minuten (das entspricht wohl der Länge eines Rosenkranzes) zogen die Abtreibungsgegner*innen dann weiter. Doch anstatt wie geplant ihre Abschlusskundgebung vor der LMU abzuhalten, brachen die Fundamentalist*innen ihre Demonstration unterwegs offenbar ab. Am Geschwister-Scholl-Platz jedenfalls kamen sie an diesem Tag nicht mehr an, um ihre Abschlusskundgebung abzuhalten.

 

Bild via No Pasaran