Kurzbericht über die Pro Choice Demonstration gegen den 1000-Kreuze-Marsch in München

Rund 200 Personen folgten am gestrigen Samstag (27. Okt.) trotz nasskaltem Wetter dem  Aufruf zu einer feministischen Pro Choice Demonstration gegen den 1000-Kreuze-Marsch. Ausgehend vom Max-Joseph-Platz zogen wir als laute Demonstration gemächlichen Schrittes die Maximilianstraße hinunter in Richtung Isar und bogen dort in die Widenmayerstraße ein. Als unsere Demonstration die Luitpoldbrücke passierte, auf der die fundamentalistischen Abtreibungsgegner*innen eigentlich ihre Zwischenkundgebung mitsamt der üblichen dramatischen Geste des Rosen-ins-Wasser-werfens abhalten wollten, entschied sich ein Großteil der Demonstrant*innen der vorgesehenen Route nicht weiter zu folgen und stattdessen die Brücke zu blockieren. Mit Erfolg: Die Zwischenkundgebung der Fundis fiel ins Wasser, aus dem üblichen Ritual des Rosen-ins-Wasser-werfens wurde eine bei weitem weniger dramatische Geste des Rosen-auf-den-Boden-werfens während ihrer Abschlusskundgebung.

Doch es gibt auch weniger gute Nachrichten: Insgesamt 27 geflüchtete Menschen, die sich auf dem Weg zu unserer Demonstration befanden, wurden abseits der Öffentlichkeit durch die Polizei daran gehindert, zu uns zu stoßen. Stattdessen wollten die eingesetzten Bullen die Personengruppe zu der gleichzeitig stattfindenden Demonstration in Gedenken an Andrea Wolf schicken. Wir verurteilen dieses rassistische Vorgehen der Bullen scharf und solidarisieren uns mit den Betroffenen dieser Schikane!

Trotz dieses Vorfalls werten wir unsere Demonstration und die daraus resultierende Blockade des Zwischenkundgebungsortes der Fundis als Erfolg. Uns ist es nicht nur gelungen, den reibungslosen Ablauf des 1000-Kreuze-Marschs zu stören und damit auch die Verbreitung der antifeministischen Hetze der Fundis zu reduzieren, sondern wir haben auch rund 200 Feminist*innen auf Münchens Straßen gebracht, die ihre Position lautstark sichtbar gemacht haben.

Darüber freuen wir uns sehr.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten an der Demonstration für ihre grandiose Arbeit ebenso wie ihr Erscheinen.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal!