He Zhen: Die Probleme der Frauenbefreiung

Der folgende Text ist eine Übersetzung der englischen Übersetzung von He Zhens Artikel „The Problems of Women’s Liberation“ aus Graham R. (Hrsg.) „Anarchism – A Documentary History of Libertarian Ideas Volume One“. Die englische Übersetzung ist online bei der Anarchist Library abrufbar. Der ursprüngliche Artikel stammt aus dem Jahr 1907.

Dieser Text wurde im Rahmen einer Sammlung von Texten zu anarchistisch-feministischen Kämpfen in Vergangenheit und Gegenwart übersetzt. Als solcher spiegelt dieser Text nicht uneingeschränkt die Meinung der*des Übersetzer*in wieder. Insbesondere von He Zhens Sexarbeitsfeindlicher Haltung, die zumindest aus heutiger Perspektive stark moralisierend und undifferenziert wirkt und der teils massiven Abwertung von (weiblicher) Sexualität distanziert sich die*der Übersetzer*in.

In den vergangenen tausend Jahren war die Welt eine Welt, die von Klassenhierarchien konstruiert und von Männern dominiert war. Um diese Welt zu einer besseren zu machen, müssen wir das System männlicher Unterdrückung zerstören und Gleichberechtigung schaffen, so dass Männer und Frauen gemeinsam auf dieser Welt leben. All diese Veränderungen beginnen mit der Befreiung der Frauen.

Tausend Jahre lang, zwangen die sozialen Strukturen Chinas Frauen dazu, unterwürfige Sklavinnen zu sein. In den früheren Zeiten wurden Frauen wie das Eigentum der Männer behandelt. Um Freizügigkeit zu verhindern, etablierten Männer bestimmte Moralvorstellungen, die die Unterschiede zwischen den Geschlechtern betonten. Mit der Zeit wurden die Unterschiede zwischen Männern und Frauen als Naturgesetz betrachtet. Frauen wurden auf den privaten Bereich beschränkt, konnten nur selten reisen, ihre Verantwortung wurde darauf beschränkt, Kinder aufzuziehen und den Haushalt zu führen.

Die chinesische Religion glaubt, dass die Nachfahren den Geist ihrer Vorfahren in sich tragen. Daher glauben die Menschen, dass Fortpflanzung ein Weg ist, um Unsterblichkeit zu erlangen. Das politische System in China behandelt Nachkommen als Eigentum, daher betrachten die Menschen Fortpflanzung als ein Mittel, um Wohlstand zu erlangen. Sowohl von der Religion, als auch dem politischen System wird die männliche Lust unterstützt; Männer sehen Frauen deshalb als ein Werkzeug zur Vermehrung der Menschheit. Ferner sind Männer in China selten bereit, auch nur simpelste Haushaltsaufgaben zu übernehmen; stattdessen erledigen Frauen all diese physischen Arbeiten und sorgen außerdem für die Kinder. Das sind weitere Gründe dafür, dass die Aufzucht von Kindern und die Führung des Haushaltes zur lebenslangen Karriere von Frauen werden. Einerseits behandeln Männer Frauen wie ihr persönliches Eigentum, andererseits hat es der niedrige Lebensstandard vormoderner Zeiten möglich gemacht, dass die Arbeit der Männer ein ausreichendes Einkommen einbringt, um die Familie zu ernähren, was für Frauen aus wohlhabenden Familien nur selten andere Arbeiten als die Aufzucht der Kinder und die Führung des Haushaltes bedeutete. Deshalb versammeln sich alle Unarten von Sklaverei und Untätigkeit um Frauen. Nur in armen Familien kommt es häufiger vor, dass Frauen ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten. Sie arbeiten auf den Feldern, sie werden als Mägde angeheuert und schlimmstenfalls werden sie zu Sexarbeiterinnen. Diese Frauen, auch wenn sie physisch weniger beansprucht werden, erlangen niemals spirituelle Befreiung. Tatsächlich sind diejenigen, die physische Befreiung erfahren, die am meisten Ausgebeuteten, die am stärksten Gedemütigten und die am stärksten Herabgewürdigten.

Männer wollen die Befreiung der Frauen verhindern, weil sie befürchten, dass diese Befreiung zu promiskuösem Verhalten der Frauen führen könnte. Je mehr Einschränkungen Männer Frauen auferlegen, desto stärker wird der Wunsch der Frauen nach Übertretungen [transgression]. Frauen werden jede Gelegenheit, die sich ihnen bietet nutzen, um sich selbst zu befreien. Ähnlich verhält es sich mit dem Stehlen: Obwohl es verboten ist, zu stehlen, wird das Verlangen eines Diebes ein Objekt zu stehlen nur größer, wenn er*sie seinen Wert erkannt hat. Es ist also die Einengung, nicht die Befreiung der Frauen, die zum Ehebruch führt. Wie können die Menschen in China nur behaupten, dass die Befreiung Frauen promiskuös werden ließe? Sie verstehen die tatsächlichen Verhältnisse nicht. Je mehr sie die Befreiung der Frauen verbieten, desto mehr degenerieren sie die weiblichen Tugenden. Daran liegt es, dass Frauen in China nicht vorankommen.

Wahre Befreiung bedeutet absolute Freiheit von jeder Form der Einschränkung. Das derzeitige westliche System der Ehe wird bestimmt durch Machtverhältnisse, Wohlstand, Moral und Gesetze. Auch wenn behauptet wird, dass mensch die Ehe aus freien Stücken einginge, heiraten doch nicht alle Männer und Frauen im Westen nur aus Liebe, oder? Männer verführen Frauen oft mit ihrem Wohlstand; Frauen aus reichen Familien sind ebenfalls in der Lage, mehr Verehrer anzuziehen. Manchmal zwingen reiche Männer sogar arme Frauen dazu, sie zu heiraten. Das ist die Einengung der Ehe durch Reichtum. In einigen Fällen ehelichen Männer Frauen aus namhaftem Hause, um in der gesellschaftlichen Hierarchie aufzusteigen; In anderen Fällen können angesehene Männer und Frauen von geringem sozialen Status nicht heiraten, wegen ihrer Klassenunterschiede. Das ist die Einengung der Ehe durch Macht. Es gibt schlicht keine Ehe der Freiheit! Selbst wenn Frauen in modernen Gesellschaften, die von Gesetzen regiert werden, die gleiche Bildung wie Männer erhalten, haben sie nur sehr selten die Gelegenheit, Politik oder Jura zu studieren; Und daran, an Armee- oder Polizeischulen aufgenommen zu werden, brauchen sie gar nicht zu denken. Auch wenn behauptet wird, dass Frauen die gleichen Chancen wie Männer im modernen, bürokratischen Staatsapparat haben, bekleiden sie doch keine öffentlichen Ämter. Geschlechtergerechtigkeit existiert nur auf dem Papier.

Die Befreiung der Frauen sollte Frauen den Genuss echter Gleichheit und Freiheit bringen. Das westliche System bringt Frauen heute Freiheit und Gleichheit nur auf dem Papier. Die Freiheit, die sie behaupten, zu besitzen ist keine echte, sondern falsche Freiheit! Die Gleichheit ist falsche Gleichheit! Ohne echte Freheit, fehlen Frauen die vollen Entwicklungsmöglichkeiten; ohne echte Gleichheit genießen nicht alle Menschenrechte. Frauen aus Asien glauben aus Ehrfurcht vor der Entwicklung der westlichen Zivilisation, dass Frauen aus dem Westen befreit seien und vollständige Freiheit und Gleichheit mit Männern teilen würden. Sie wollen in die Fußstapfen der westlichen Frauen treten. Ach! Wo wir uns doch im Zeitalter der Revolution der Frauen befinden, möchte ich nicht, dass sich Frauen mit falscher Freiheit und falscher Gleichheit zufrieden geben; Ich hoffe fest, dass Frauen echte Freiheit und echte Gleichheit erlangen!

In den letzten Jahren haben die Menschen begonnen, in der chinesischen Gesellschaft nach der Befreiung der Frauen zu suchen. Die Befreiung der Frauen kann entweder aktiv oder passiv erreicht werden. Was bedeutet es, Befreiung aktiv zu erreichen? Es bedeutet, dass Frauen selbst nach Freiheit streben und diese selbst verfechten. Was bedeutet es, Befreiung passiv zu erreichen? Es bedeutet, dass Frauen die Freiheit von Männern geschenkt wird. Bislang wurden die Errungenschaften zur Befreiung der Frau in China vor allem auf dem passiven Weg geschaffen. Wenn die meisten Verfechter*innen der Befreiung der Frauen Männer sind, bedeutet das, dass Frauen nicht so viel erreichen, wie Männer. Warum unterstützen in den letzten Jahren Männer die Befreiung der Frauen und die Gleichberechtigung der Geschlechter, wenn sie in der Vergangenheit mit ganzem Herzen die Unterdrückung und Beschränkung der Frauen unterstützt haben? Dafür gibt es drei mögliche Erklärungen. Erstens: Männer in China verehren die blanke Macht. Sie glauben, dass China dem System der größten zivilisatorischen Kräfte der Welt, wie Europa, Amerika und Japan folgen sollte. Wenn chinesische Männer ihren Frauen und Töchtern die Praktik des Füßebindens verbieten, sie in Schulen schicken und für ihre Bildung sorgen, dann würde China als zivilisiert gelten. Chinesische Männer würden das Ansehen der Zivilisation genießen und so auch ihre Familien. Wenn diese „zivilisierten“ Männer mit ihren „zivilisierten“ Frauen und Töchtern in der Öffentlichkeit auftreten, würden sie Applaus für ihre Errungenschaften ernten. Verfechten diese Männer die Befreiung der Frauen im Namen der Frauen? Sie benutzen Frauen nur, um selbst Ruhm zu ernten. Ihr selbstsüchtiges Verhalten beweist, dass sie Frauen als ihr persönliches Eigentum betrachten. Würde die Emanzipation der Frauen nicht ihre Reputation beeinflussen, wären sie nicht besonders interessiert an der Befreiung der Frauen. Die Privatisierung der Frauen durch chinesische Männer offenbarte sich das erste Mal in ihren Bemühungen, Frauen in der alten Gesellschaft der Traditionen zu fesseln; nun drückt sie sich durch ihr Plädoyer für die Befreiung der Frauen nach westlichem Vorbild aus.

Zweitens: Die Verfechtung der Befreiung der Frauen durch chinesische Männer hängt mit Chinas ökonomischer Stagnation zusammen. Mittelklassefamilien haben Schwierigkeiten, ihre weiblichen Mitglieder zu unterstützen. Männer haben erkannt, dass sie von der Unterdrückung der Frauen nicht profitieren; Stattdessen richtet diese ihre Wirtschaft zugrunde. Also verfechten sie die Unabhängigkeit der Frauen und sehen fortan die ökonomische Abhängigkeit der Frauen von Männern als ihr größtes Feindbild. Chinesische Männer ermutigen ihre Töchter dazu, Mädchenschulen zu besuchen. Frauen von weniger wohlhabenden Familien erlernen Handwerke wie Stickerei, Stricken, Nähen und Kochen. Die glüchlichsten unter ihnen besuchen Schulen für Lehrerinnen. Die begabteren Frauen erhalten professionelle Ausbildungen wie Medizin und Naturwissenschaften außerhalb des regulären Bildungswegs. Männer verfechten die Bildung von Frauen nicht, um die Situation der Frauen zu verbessern, sondern zu ihrem eigenen Vorteil. Nach ihrem Abschluss sind Frauen in der Lage, ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, indem sie Lehrerinnen oder qualifizierte Arbeiterinnen werden. Sie werden außerdem gezwungen, ihre Familien zu unterstützen. Weil ihre Töchter nun zum Unterhalt der Familie beitragen oder gar die Hauptverdienerinnen werden, können Männer nun mehr Freizeit genießen oder ihr Geld für ihre Geliebten und Prostituierte ausgeben. Während Männer sich ohne Zurückhaltung ihren Vergnügungen hingeben, leiden ihre Töchter unter der Öde der Entbehrungen. Männer verfechten die Unabhängigkeit von Frauen nur für den eigenen Profit. Das ist der zweite Grund, aus dem chinesische Männer die Befreiung der Frauen verfechten.

Drittens: Chinesische Männer schätzen die Familien und haben große Erwartungen an ihren Nachwuchs. Nichtsdestotrotz sind sie nicht in der Lage dazu, den Haushalt zu führen und ihre Kinder selbst aufzuziehen. Sie wollen, dass Frauen diese Verantwortung übernehmen. Deshalb wurde Hauswirtschaft das beliebteste Fach in Mädchenschulen in China. Selbst Chinas neu gegründete Partei, die Revolutionäre Allianz, verkündete, dass familiäre Bildung die Grundlage aller Bildung ist. Es wird impliziert, dass eine zivilisierte Frau ihren Haushalt besser managen kann, als eine rückständige Frau; eine zivilisierte Frau kann ihre Kinder besser bilden, dals eine rückständige Frau. Tatsächlich gehört die Familie dem Mann, deshalb ist sich um die Familie zu kümmern das gleiche, wie dem Mann zu dienen; Auch die Kinder gehören dem Mann, sie erhalten den Nachnamen des Vaters statt den der Mutter. Deshalb versuchen Männer die Frauen für ihre Zwecke zu nutzen. Zusammenfassend zeigen die drei genannten Gründe, dass Männer selbstsüchtig ihren Vorteil aus der Befreiung der Frauen ziehen. Sie behaupten, Frauen dabei zu helfen, Unabhängigkeit zu erlangen und zivilisiert zu werden; Tatsächlich geben sie Frauen die Hoffnung, befreit zu werden, aber bringen Frauen lediglich in Not. In der traditionellen Gesellschaft hatten Männer einen höhren Rang als Frauen, aber Frauen genossen mehr physische Freiheiten und Freizeit; Heute genießen Männer noch immer einen höheren Rang als Frauen, obwohl Frauen die Arbeit der Männer teilen und Männer die Genüsse der Frauen. Warum sollten Frauen zufrieden damit sein, von Männern benutzt zu werden? Törichte Frauen loben Männer dafür, die Befreiung der Frauen zu initiieren. Sie begreifen nicht, dass sie exakt das gleiche tun wie die mandschurischen Verfassungsrechtler. Die Mandschu haben eine Verfassung entworfen, aber sie sind nicht bereit, den Menschen politische Macht zu verleihen. Ensowenigbe bedeutet die Verfechtung der Befreiung der Frau durch Männer, dass Frauen tatsächlich Macht von Männern erhalten würden.

Ich sage weder, dass Männer all die Arbeit verrichten sollten, noch schlage ich vor, dass die Rechte der Frauen nicht ausgeweitet werden sollten und Frauen ihre Pflichten willig nachkommen sollten. Wofür ich argumentiere ist: Frauen sollten selbst für ihre Rechte kämpfen und sich nicht darauf verlassen, dass Männer ihnen diese gewähren. Wenn Frauen Befehle von Männern befolgen, haben sie bereits ihre eigene Freiheit verloren; Wenn Frauen ihre Rechte von Männern erhalten, haben sie sich bereits von Männern abhängig gemacht. Wenn die Befreiung der Frauen in der Macht der Männer liegt, beuten Männer Frauen aus und unterwerfen sich Frauen schließlich. Deshalb sage ich, dass Frauen selbst für ihre Befreiung kämpfen sollten, ohne sich darauf zu verlassen, dass Männer ihnen diese gewähren. Heute blicken die chinesischen Frauen alle zu den Männern auf, als Antwort auf ihre Befreiung. Sie sind alle Willens, eine passive Rolle einzunehmen, weil es ihnen an Selbstbewusstsein fehlt. Ohne Selbstbewusstsein werden Frauen von Männern manipuliert und ehren diese sogar noch. Sind diese Frauen nicht die größte Schande?

Ich habe über die Kehrseiten der passiven Befreiung der Frauen gesprochen. Zweifelslos gibt es einige chinesische Frauen, die sich nach Freiheit und Gleichheit sehnen und sich von Traditionen nicht zügeln lassen wollen. Ihr Kampf um Befreiung scheint von ihrem eigenen Willen geleitet zu sein. Doch wir müssen ihre wahre Motivation erkunden. Was sie wirklich wollen ist es, sich im Namen der Freiheit und Gleichheit uneingeschränkt ihren sexuellen Gelüsten hinzugeben. Sie fassen Befreiung eng als Weg, ihre sexuellen Gelüste auszuleben auf. Sie verstehen nicht, dass wahre Befreiung nur dann erreicht werden kann, wenn Frauen sich selbst emanzipieren, um die Macht zu erlangen, die Gesellschaft zu verändern. Wenn Frauen nur an Liebe und Sex interessiert sind, wird ihr Geist, die Menschheit zu retten durch exzessive Gelüste ersetzt und sie werden ihre Ziele deshalb nicht erreichen. Es ist gerechtfertigt, wenn die Obsessionen der Frauen von ihrem Streben nach freier Liebe herrühren. Aber nur sehr wenige chinesische Frauen passen in diese Kategorie. Einige können schlicht nicht der Versuchung widerstehen und würden mit jedem Mann gehen; einige werden verführt und werden dekadent. Einige verkaufen ihren Körper für Wohlstand: Entweder sie verdienen Geld durch Prostitution oder indem sie kokett mit reichen Männern flirten. Sich selbst im Verlangen nach Reichtum zu blamieren ist das erniedrigenste Verhalten. Können wir ein solches Benehmen einen Akt der Freiheit nennen? Obendrein, wo der Ausdruck „Befreiung“ ursprünglich bedeutete, von der Sklaverei befreit zu werden, wie können wir da eine Verbindung zwischen Prostituierten und befreiten Frauen ziehen? Diese Frauen verkennen Befreiung als sexuellen Genuss, daher ist es schwierig für sie, zu erkennen, dass sie bereits zu den am meisten entwürdigten Prostituierten geworden sind.

Heute verstehen weiße Frauen die Schattenseiten der Geschlechterungerechtigkeit und identifizieren dien ungleiche Verteilung der Macht als Ursache der Geschlechterungerechtigkeit. Sie bilden Organisationen um für das Wahlrecht der Frauen zu kämpfen.

Die Mehrheit der Frauen sind bereits von beiden unterdrückt, von der Regierung und von den Männern. Das Wahlsystem vergrößert schlicht ihre Unterdrückung, indem es eine dritte, herrschende Gruppe einführt: Elitäre Frauen. Selbst wenn die Unterdrückung die gleiche bleibt, wird die Mehrheit der Frauen immer noch von einer Minderheit der Frauen ausgebeutet.

Wenn nur wenige Frauen in Machtpositionen die Mehrheit der Machtlosen Frauen dominieren, wird eine ungleiche Klassenhierarchie unter Frauen etabliert. Wenn die Mehrheit der Frauen nicht von Männern beherrscht werden wollen, warum sollten sie von Frauen beherrscht werden wollen? Deshalb sollten die Frauen, statt mit den Männern um Macht zu konkurrieren, danach streben das männliche Herrschaftssystem zu stürzen. Wenn Männer ihrer Privilegien enthoben werden, werden sie den Frauen gleichberechtigt sein. Es wird weder gehorsame Frauen, noch gehorsame Männer geben. Das ist die Befreiung der Frauen. Das ist eine radikale Verbesserung. Warum sollten wir uns einverstanden mit dem bestehenden parlamentarischen System erklären und die Wahlrechtsbewegung als ultimatives Ziel anerkennen? Nur wenn die Frauen daran interessiert sind, können sie ihre Bewegung von einer, die Einzug in die Regierung hält, zu einer die die Regierung zerstört, machen.

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